ASV 13 - FC 1980 Wien   2:1 (0:0)

Pech gepaart mit Unglück

2009/10 - KM-12 - 29. August 2009

In einer vor der Pause taktisch sehr diszipliniert geführten Partie konnte keine der beiden Mannschaften wirklich gefährliche Torszenen herausarbeiten. Trotzdem war das Spiel eigentlich nicht schlecht. Zwei von ihren Betreuern gut eingestellte Mannschaften neutralisierten einander weitgehend und produzierten Langeweile, aber auf hohem Niveau. Die vielleicht einen Tick gefährlichere Mannschaft in dieser Phase waren die Gäste, aber der Unterschied war so gering, dass das Zwischenergebnis von 0:0 mehr als in Ordnung geht.

Aus der Kabine kamen die Hausherren aber dann deutlich besser als die 80er, oder besser gesagt, noch immer so konzentriert wie in den ersten 45 Minuten, und die 80er sorglos und nicht auf die Aufgabe fokusiert. Dies führte dazu, dass ASV 13 durch zwei relativ billig erzielte Tore binnen drei Minuten die Partie in eine völlig neue Richtung lenken konnte.

Die Gäste brauchten ein wenig, um sich von diesem Schock zu erholen, aber nur kurz, denn in der letzten halben Stunde wurde das Tor der Speisinger in einem Maß berannt, wie es sich die Hausherren nur schwer vorstellen konnten.

Jetzt spielten die Gäste mit gewaltigem Druck praktisch auf ein Tor, lediglich ASV-Goalie Michael Gruber agierte in sensationeller Form und bewahrte sein Farben mit tollen Paraden ein ums andere Mal vor einem Verlusttreffer. Und wenn er einmal geschlagen, gelang es den 80ern auch nicht, den Ball im Tor zu versenken (Thomas Rzavsky aus kurzer Distanz, Oliver Oberhammer vom Elfmeterpunkt).

Nach dem vergeben Elfmeter, wegen Torraubs diktiert und zusätzlich mit einer roten Karte garniert, wäre wohl die Moral fast jeder Mannschaft gebrochen gewesen, aber trotz der vielen vereitelten und nicht verwerteten Torchancen raffte sich 1980 Wien noch einmal dazu auf, dem Spiel vielleicht eine Wendung zu geben. Das führte aber nur noch zum Anschlusstreffer durch Oliver Oberhammer. Der durchaus verdiente Ausgleich gelang, aus Sicht der Gäste leider, nicht mehr.

Natürlich hatten die Hausherren in der Schlussphase auch Möglichkeiten, im Konter eine vorzeitige Entscheidung herbei zu führen, aber das erst zu einem Zeitpunkt, als 1980 Wien bereits alles riskierte und die Defensive logischerweise etwas entblößte. Aber trotzdem hätte eine Remis den gezeigten Leistungen eher entsprochen, hat doch mit ASV 13 nicht unbedingt die bessere, sondern nur die reifere Mannschaft gewonnen. Die jungen Wilden von 1980 Wien können zwar wieder auf einer an sich guten Leistung aufbauen, aber ihre Geduld wird schön langsam etwas auf die Probe gestellt. Jetzt wäre einmal ein Erfolgserlebnis recht wichtig.

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