FC 1980 Wien - SC Red Star Penzing   2:5 (0:2)

Wieder nichts

2009/10 - KM-13 - 05. September 2009

Obwohl die Leistung im Heimspiel gegen Red Star die bisher schwächste war, hätte es für 1980 Wien genug Möglichkeiten gegeben, endlich die ersten Punkte einzufahren. Aber wieder scheiterten die Hausherren an der mangelnden Chancenauswertung, und diesmal vielleicht auch an der zu großen Ungeduld. Im Fußball muss man eben bisweilen auch auf seine Möglichkeiten warten können. Alles in allem wirkten die 80er aber an diesem Tag etwas lasch und bei weitem nicht so zweikampfstark, wie in den beiden anderen Partien in dieser Saison.

Schon die erste Spielhälfte, obwohl von den Hausherren eher verschlafen, bot genug Gelegenheiten, sie erfolgreich zu gestalten. 1980 Wien mit einem Plus an Ballbesitz, spielte einige gute Offensivaktionen, an deren Ende aber oft eine Abseitsstellung alles zunichte machte. Leider, denn in fast jeder dieser Szenen hätte man den einen Meter auch bequem herschenken können, ohne dass dadurch die Möglichkeit geringer geworden wäre. Übermotivation und mangelnde Routine, in diesem Fall kostbar, denn bei Verwertung nur einer dieser Chancen könnten wir das Spiel im Nachhinein wohl ganz anders diskutieren. Letztendlich lag aber 1980 Wien zur Pause mit zwei Toren im Rückstand. Bitter, denn die fielen aus einem Tausendguldenschuss und aus einem unnötigen Ballverlust im Mittelfeld. Mehr wurde von den Gästen vor der Pause nicht geboten.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Heimischen wesentlich besser ins Spiel und praktisch mit der ersten Aktion gelang Sasa Ilic auch der Anschlusstreffer. Jetzt erinnerten die 80er wieder an die guten Spiele der ersten beiden Runden und auch das zwischenzeitliche 1:3 konnte den Elan der Hausherren nicht bremsen. Vor allem nach dem erneuten Anschlusstreffer, diesmal durch Thomas Rzavsky, hatte 1980 Wien noch drei weitere dicke Torgelegenheiten, die aber allesamt, unglücklich oder mit Pech, jedenfalls aber leichtfertig vergeben wurden.

Auch in dieser Phase hätte diese Partie noch einmal eine ganz neue, und für die Heimischen positive Wendung nehmen können. Leider brachten sich die 80er stattdessen aber erneut um die Früchte einer zumindest engagierten Leistung, indem die defensive Viererkette im Zentrum aufgelöste wurde. Unverständlich, denn auch ohne diese Maßnahme, wohl auf dem Spielfeld selbst geboren, erarbeiteten sich die 80er genug hochkarätige Chancen. Der zusätzliche Mann in der Offensive brachte dafür so gut wie nichts, nicht weiter verwunderlich auf so einem engen Platz wie in der 1980 Wien-Arena.

In der Defensive entstanden dadurch aber Löcher, die Red Star problemlos zu nützen verstand. Jetzt konnten die Gäste unter Beweis stellen, dass sie technisch und taktisch stark genug sind, ihre Angriffe auszuspielen, wenn der Platz dafür vorhanden ist.

Im Lichte dessen: vielleicht war die Leistung der 80er vor der Pause doch gar nicht so schlecht, denn da gelang es den Penzingern kaum, aus dem Spiel heraus Gefahr zu erzeugen.

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