FCA11-R.Oberlaa - FC 1980 Wien   1:1 (1:0)

Ein erstes Lebenszeichen

2009/10 - KM-18 - 10. Oktober 2009

Endlich, nach sieben Niederlagen, ist es 1980 Wien gelungen, auswärts gegen A11-R.Oberlaa anzuschreiben. Zwar nicht, wie erhofft und wie es nach dem Spielverlauf durchaus möglich gewesen wäre, mit einem vollen Erfolg, aber das erreichte Unentschieden markiert hoffentlich einen Wendepunkt im Spiel der 80er. Die Leistung, die diesmal nicht nur engagiert wie immer war, sondern phasenweise auch spielerisch richtig gut, lässt darauf hoffen. Zudem präsentierte sich 1980 Wien diesmal sehr zweikampfstark, ganz im Gegensatz zu den letzten Spielen, als die Mannschaft vor allem in diesem Bereich einige Defizite offenbarte.

Auch diese Partie begann für die Gäste mehr als unglücklich. Praktisch mit der ersten Aktion, einem platzierten Weitschuss genau ins Kreuzeck, gingen die Hausherren in Führung. Das führte dazu, dass die 80er in der Folge das Spiel hauptsächlich beruhigen wollten und so den Gegner in seiner eigenen Hälfte kaum unter Druck setzten. Etwas zu passiv vielleicht, um der Partie jetzt schon eine Wende zu geben, aber trotzdem gelang es den Gästen immer besser, die Hausherren aus dem Spiel zu nehmen und zu kontrollieren.

Nach Seitenwechsel, vor allem auch mit der Hereinnahme von Ömer Ünal, wurde 1980 Wien zunehmend offensiver und erspielte sich eine Vielzahl von sehr guten Gelegenheiten. Mehr als der Ausgleich sprang, trotz einer sehr guten und engagierten Leistung, nicht mehr heraus. Vor allem im Abschluss merkte man bei den 80ern, dass sieben Niederlagen in Folge nicht spurlos an einer Mannschaft vorbei gehen.

Trotz des ersten Punktegewinns für 1980 Wien, nach einer Leistung, die auf einen Aufwärtstrend hoffen lässt, ist dieses Wochenende für den Verein ein trauriges. Erschüttert musste man am Freitag die Nachricht vom Ableben eines unserer treuesten Mitglieder zur Kenntnis nehmen. Völlig überraschend ist Erich Sillipp von uns gegangen, er, der eine knappe Woche zuvor noch das Spiel der Legenden als Schiedsrichter geleitet hat. Wir werden nicht nur seine fachkundigen Kommentare vermissen, sondern auch der Mensch Erich ist nur schwer wegzudenken, war er doch stets an allen Belangen des Vereins interessiert und vor allem den aufstrebenden Nachwuchs hat er mit viel Freude und Anteilnahme verfolgt.

Unsere Anteilnahme ist auch bei seinen Angehörigen, die, wie wir, von seinem Tod aus heiterem Himmel getroffen worden sind. Uns bleibt nur, sein Andenken zu ehren und bisweilen innezuhalten und daran zu denken, dass Fußball doch nur eine Nebensache ist.

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