SV Dinamo Ottakring - FC 1980 Wien 4:5 (0:4)
Nachgelegt, aber ...
2009/10 - KM-20 - 24. Oktober 2009
Ohne Worte ...
Alles, was man über diese Partie nach Ende der ersten Spielhälfte berichten wollte, konnte man nach Spielschluss getrost dem Müll anvertrauen. So zwei unterschiedliche Halbzeiten, wie diesmal am Red Star-Platz, hat man, auch als langjähriger Besucher von Fußballplätzen, noch selten gesehen. Fazit: "Guat is gangen, nix is gschegen." Aber zur Tagesordnung kann man nach solchen neunzig Minuten aus Sicht der 80er trotzdem nicht übergehen, denn da gibt es viel zum aufarbeiten, aber zumindest auch 45 Minuten, auf denen man aufbauen kann.
Denn die erste Spielhälfte war schon eine Galavorstellung der Gäste. Da wurde zum Teil großartig kombiniert und mit schnellem, flüssigem Spiel der Gegner zum Nachlaufen gezwungen. Weil diesmal auch die Chancenauswertung, endlich einmal, so richtig passte, war das Spiel zur Pause eigentlich nach menschlichem Ermessen entschieden.
Zwar konnten die Hausherren nach einer knappen Stunde in einer jetzt ereignislosen Partie einen Treffer aufholen, aber mehr als nach einer Randnotiz sah das zu diesem Zeitpunkt nicht aus. Als dann Sasa Ilic eine Viertelstunde vor Schluss eine gute Leistung mit seinem dritten Treffer krönte, schien das Spiel endgültig gelaufen zu sein.
"Der Kas is gessen", bemerkte U23-Trainer Starics, und erhielt vom Autor dieser Zeilen die relativierende Antwort: "Jetzt gehts nur noch darum wie er schmeckt." Nach vollen neunzig Minuten nicht mehr so gut, wie sich herausstellen sollte, denn den Kroaten aus Ottakring gelang es, begünstigt durch unglaubliche Nachlässigkeiten der 80er, noch drei Treffer aufzuholen. Zum Glück den letzten erst mit dem Schlusspfiff, den zu diesem Zeitpunkt war alle Souveränität aus dem Spiel der 80er gewichen.
In diese prekäre Lage hatten sich die Gäste aber selbst gebracht, denn in der Schlussphase wurden die zahlreichen Kontermöglichkeiten entweder viel zu unkonzentriert gespielt, oder aber, wenn sich einmal klare Torgelegenheiten ergaben, wurden diese sehr überheblich vergeben. Da man auch hinten viel zu unkonzentriert agierte, entließ man einen eigentlich bereits klar geschlagenen Gegner aus einem Debakel und musste sogar noch froh sein, dass ein Spiel nur neunzig Minuten dauert. Denn ob der Sieger nach hundert Minuten auch 1980 Wien geheißen hätte, muss nach solch einer zweiten Spielhälfte stark bezweifelt werden.
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