FC 1980 Wien - SPC Helfort 15 4:0 (1:0)
Eine kleine Hinrichtung
2009/10 - KM-23 - 07. November 2009
Der Bomber ist zurück
Helfort, mit großen Ansprüchen in die Meisterschaft gestartet, startete in diese Partie sehr ambitioniert, zumindest wenn ambitioniert laut bedeutet. In den ersten zehn Minuten hatte man das Gefühl, als wollten die Gäste an diesem Tag keine Gefangenen machen und endlich ihren Auswärtsfluch besiegen. Bei Helfort stehen 15 Punkten in Heimspielen klägliche null Punkte auf Auswärtsplätzen gegenüber. Dieser starke Beginn der Gäste erwies sich aber lediglich als Strohfeuer, denn mit Fortdauer des Spiels brachten die 80er den Gegner immer besser unter Kontrolle.
Ein erster Nackenschlag für die Ottakringer war der Führungstreffer der 80er. Bei seinem Comeback von Beginn an düpierte Alexander Papousek zwei Gegenspieler an der Mittellinie und zog unwiderstehlich Richtung Tor der Gäste. Der Abschluss war dann souverän, bemerkenswert nur, dass der 1980-Stürmer mit Ball schneller war, als alle Verteidiger von Helfort. Sieht man ihm eigentlich gar nicht an und war für überhebliche Gäste auch ein erster Schock.
In der zweiten Halbzeit, nach einer gelb-roten Karte für die Gäste, macht dann 1980 Wien mit einem zerstrittenen Gegner kurzen Prozess. Ungläubig mussten die Gäste zusehen, wie ihnen nicht nur der "der Bomber" noch zwei Treffer ins Netz legte, sondern auch der zwischenzeitlich eingewechselte Ömer Ünal sein schon fast obligates Tor erzielte.
Dabei darf nicht übersehen werden, dass die 80er zusätzlich noch dreimal Aluminium trafen, einen Elfer vergaben und Sasa Ilic mit einem gewaltigen Heber aus großer Distanz viel Pech hatte. Für Helfort war das unterm Strich eine kleine Hinrichtung, die aber nicht überraschend zu Stande kam, denn als Mannschaft präsentierten sich die Gäste nur in den ersten zehn Minuten. Danach stand nur noch ein zerstrittener Haufen auf dem Platz.
Nach sieben Niederlagen in Folge zu Beginn der Meisterschaft ist 1980 Wien nun schon das fünfte Spiel in Folge ungeschlagen und die letzten vier Partien konnten sogar siegreich gestaltet werden. Hut ab davor, denn der Mannschaft ist es in einer sehr schwierigen Situation gelungen, sich durch gute Leistungen selbst aus dem Sumpf zu ziehen. Hut ab auch davor, dass das Trainerteam dabei immer ruhig geblieben ist und sich gegen einen schon leicht nervösen Vorstand immer vor die Mannschaft gestellt hat. Die richtige Antwort erfolgte auf dem Spielfeld und, so gefestigt wie die Mannschaft jetzt wirkt, kann man den letzten drei Spielen der Herbstsaison beruhigt entgegen sehen.
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