SC Red Star Penzing - FC 1980 Wien   5:1 (3:0)

Wieder dem Gegner in die Karten gespielt

2009/10 - KM-41 - 20. März 2010

Gegen den dritten der Oberliga A begann 1980 Wien stark und bestimmte in der Anfangsphase eindeutig das Spiel. Dabei wurden auch genügend Torchancen herausgearbeitet um der Partie eine vorentscheidende Wendung zu geben, aber selbst die besten Möglichkeiten wurden mehr als leichtfertig vergeben. Im Gegenzug gingen die Hausherren mit ihrer ersten Halbchance recht billig in Führung, kräftig unterstützt von einer recht ungeordneten Defensivabteilung der Gäste. Damit war der bisherige Spielverlauf ziemlich auf den Kopf gestellt, aber die Tore, die man nicht schießt, bekommt man eben im Fußball bisweilen.

Als dann Penzing auch noch durch zwei fast identisch getretene Freistöße, jeweils in die Tormannecke und durchaus haltbar, den Spielstand bis zur Pause noch deutlich erhöhen konnte, war für die Gäste wieder einmal eine Partie, die gut begonnen wurde, mehr oder weniger gelaufen.

Zwar keimte mit Beginn des zweiten Abschnitts noch einmal Hoffnung auf, als es den 80ern gelang, praktisch mit dem Anstoß einen Treffer aufzuholen, aber dieses Hoch währte nicht lange genug. Nur einmal kamen die Hausherren ernstlich in Schwierigkeiten, als Torhüter Weixler einen beinahe unmöglichen Ball aus der Ecke fischen musste.

Danach verschliefen aber die 80er einen Stangelpass der Penzinger und der alte Abstand war wieder hergestellt. Zu allem Überfluss kassierte auch noch Mittelfeldmotor Stefan Vogelweider nach einer knappen Stunde die gelb-rote Karte, sodass 1980 Wien in der Schlussphase nur noch Schadensbegrenzung betreiben konnte. Das gelang zwar recht gut, aber dafür kann man sich nicht wirklich viel kaufen.

Auffällig ist, dass bei 1980 Wien in den bisherigen drei Meisterschaftsspielen wenig Struktur und Ordnung zu erkennen war. Zudem ist die Fehlerquote viel zu hoch, um gegen eigentlich nicht einmal brillant agierende Gegner bestehen zu können. Natürlich kann man bei den sehr hohen Niederlagen vieles durch individuelle Fehler erklären, aber die Mannschaft hat aber abgesehen davon auch schon viel besser und organisierter Fußball gespielt. Unerklärlich nur, dass darauf von den sportlich Verantwortlichen nur sehr spärlich reagiert wird und Woche für Woche fast die selbe Mannschaft aufs Feld läuft. Was muss noch passieren, dass es zu Umstellungen kommt, oder kann man nach 18 (!) Gegentreffern in drei Spielen wirklich so einfach zur Tagesordnung übergehen.

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